Rote Zahlen, schwarzer Markt
Kein anderer Wirtschaftszweig verliert so viel Wertschöpfung an den „Pfusch“ wie die Kfz-Branche. Doch was schwarz erwirtschaftet wird, fehlt in der Betriebskassa: Ist der „Handwerkerbonus“ ein Ausweg?
Kein anderer Wirtschaftszweig verliert so viel Wertschöpfung an den „Pfusch“ wie die Kfz-Branche. Doch was schwarz erwirtschaftet wird, fehlt in der Betriebskassa: Ist der „Handwerkerbonus“ ein Ausweg?
Von wegen Absatzzuwachs: Die Marktkosmetik erreicht ungeahnte Höhen und wirft zwei Fragen auf. Sind Exporte von der allgemeinen Marktstatistik zu trennen? Und, vor allem, sind Kurzzulassungen anders abzuwerten? „Im gemeinsamen Interesse“ will Henrik Kinder (Bild) die Autobewertung überarbeiten.
Die EU-Kommission hat bei ihrer GVO-Entscheidung alle Einwände des Fahrzeughandels außer Acht gelassen. Freuen dürfen sich nur die freien Marktteilnehmer. Für alle anderen gibt es schöne Worte und einen beinahe zynischen Appell an „ethische Standards“.
Die Elektromobilität ist in aller Munde. Doch können Autohäuser damit Geld verdienen? Oder werden sich die Hersteller, Leasinggesellschaften und Energieversorger den Markt untereinander aufteilen?
Der von Multiplikatoren der Kfz-Branche äußerst gut besuchte 3. A&W-Tag unter dem Motto „Auto. Macht. Wirtschaft“ im Linzer Designzentrum erwies sich als hochkarätige Veranstaltung. In ihrem Mittelpunkt standen die Ertragsprobleme des Autohandels.
Rückrufaktionen sind in aller Munde. Allzu oft müssen die Werkstätten die Zeche zahlen, wie ein Beispiel aus dem Renault-Netz beweist.
Nach dem Neuwagengeschäft kommt die Werkstatt unter Druck: „Flat Rate“ lautet das Schlagwort, vor dem viele Händler zittern. Droht die nächste Eskalation der Rabattschlacht?
Die Margen der Autohändler sind zu niedrig, ihre Berechnung ist viel zu kompliziert. Mit einem neuen Geschäftsmodell wollen einflussreiche Branchenkenner den Handel vor dem Kollaps retten.
Die Unternehmenskrise hat unmittelbar nichts mit der Finanzkrise gemeinsam, sagen Experten. Vor ihrer erfolgreichen Sanierung muss die Kfz-Branche jedoch noch durch ein Blut- und Tränental.
Keine Verschrottungsprämie und kein Kurzzulassungswahn können über die Krise des Autohandels hinwegtäuschen. Wer überleben will, muss den Mut zu neuem Denken aufbringen.
„Eisenärsche“, hat es vor Kurzem im Onlinedienst „www.info4you.co.at“ geheißen, müssen Funktionäre haben, um im Kammerstaat Österreich erfolgreiche Interessenvertretung zu betreiben. Dabei handelt es sich allerdings um ein persönliches Ausstattungsmerkmal, das immer mehr abhanden kommt. Grundsätzlich steht es schlecht um den Nachwuchs in Innungen und Gremien. Womit sich die Frage stellt: Wie weiter in den Gliederungen der Wirtschaftskammer?
„Es kommt zusammen, was gemeinsame Wurzeln hat“, beschreibt Wolf-Dieter Hellmaier die Integration seiner Salzburger Porsche Holding in den Fusionsplan von Volkswagen und Porsche. Alles beim Alten zu belassen, wird es aber nicht spielen!
Ein dreiviertel Jahr vor den Kammerwahlen startet Burkhard Ernst einen neuen Vorstoß gegen die Restwertbörsen. Seine Verbündeten sind die Konsumentenschützer, seine Geheimwaffe ein neues Rechtsgutachten. Kommt es zum Musterprozess oder bleibt es beim Theaterdonner?
So mancher Händler hätte gerne den Marschallsstab im Tornister. Doch die Konzerne legen sich quer: Das Beispiel Opel zeigt, dass die Branche noch nicht reif für den Paradigmenwechsel ist. Bild: Albert Still als Prinz Eugen der Opel-Händler? Die Konzernführung sträubt sich.
Die Bundesinnung der Kfz-Techniker in neuer Zusammensetzung hat sich entschieden, künftig unabhängig vom ÖWV ihren eigenen Mängelkatalog herauszubringen und sich mit Sitz und Stimme in den Lenkungsausschuss, wo der„Pickerl-Schilling“ vergeben wird, einzubringen.
Sollten die Opel-Partner tatsächlich ihren Hersteller vor der Pleite retten, wäre das mehr als ein Treuebeweis. Es wäre der Anfang vom Ende der alten Machtverhältnisse im Automobilvertrieb.
Immer mehr Autohäuser werden zwischen Banken und Importeuren zerrieben. Für die verschuldeten Eigentümer gibt es kaum einen Ausweg aus der Sackgasse, die Politik sieht zu.
Während sich Regierung und Autohandel mit 1.500 Euro Ökoprämie für schrottreife Fahrzeuge zur Ankurbelung des lahmen Neuwagenabsatzes gegenseitig auf ihre „grüne“ Schulter klopfen, müssen sich die Verkäufer unter einem sich weiter eintrübenden Konjunkturhimmel behaupten. Ohne das Auto begleitende Kostensenkungsmaßnahmen wird es schwer, den Autofahrer bei der Stange zu halten.
Überproduktion, Konzentrationsprozess, Kaufkraftverlust und Rabatttreiberei: Die globale Autowirtschaft entwickelte aus einem einst blühenden Wirtschaftszweig ein Desaster. Jetzt sind wieder die lokalen Unternehmer gefragt, für die großen den Karren aus dem Dreck zu ziehen.
Zusammenrücken lautet die aktuelle Parole der produzierenden Automobilwirtschaft, um vielleicht schon 2010 wieder gestärkt aus der Krise hervorgehen zu können. Der Handel stemmt sich der Krise mit der Konzentration auf seine eigene Stärken entgegen. Von Solidarität untereinander ist keine Spur.
Veritas, die Göttin der Wahrheit – symbolträchtig stand das gleichnamige Jungfernmodell einer vor 60 Jahren gegründeten Rennwagenlegende im Entree des 1. Europäischen Fabrikatshändlerkongresses. Diese Wahrheit wollten auch all jene 800 Markenhändler erkunden, die dafür extra nach Frankfurt pilgerten. Dort gab es zur nahen Zukunft des Autohandels viele Fragen – aber nur wenige konkrete Antworten.
Angesichts steigender Kosten und sinkender Verkäufe schreien sich die Vertreter der Autobranche die Seele aus dem Leib. Doch niemand hört sie. Hat der klassische Autohandel in Österreich noch Zukunft?
Quasi zum Abschied hat Verkehrsminister Werner Faymann eine Verordnung hinterlassen, die in der Branche der Werkstattausrüster als „echter Topfen“ bezeichnet wird. Herkömmliche Gelenkspieltester müssen entsprechend dieser Vorschrift nach dem 31.12.2010 verschrottet werden.
Mit einem Schlag kündigt Audi sein gesamtes Servicenetz. Werden andere Hersteller die GVO nutzen, um dem Beispiel der Ingolstädter zu folgen?
Sein Kampf mit SsangYong-Importeur Syma wegen Kündigungskostenersatz, Garantie- und Bonusforderungen kostet dem Wiener Autohändler Walter Benda (im Bild links) bereits 100.000 Euro. 300.000 Euro Schadenersatz erscheinen dem Richter realistisch.