Es ist auch für uns im Verlag immer spannend, wenn die Ergebnisse von puls Marktforschung eintreffen: Dass Mitsubishi heuer die zufriedensten Händler und Werkstätten hat, ist nur auf den ersten Blick überraschend – dann nämlich, wenn man ausschließlich bedenkt, dass die Marke momentan auf 2 Modelle beschränkt ist und noch vor 2 Jahren nicht klar war, wie es in Österreich weiter gehen wird. Doch wer je erlebt hat, mit welchem Engagement sich die Verantwortlichen des Importeurs bei Händlertagungen, Round Tables oder auch im ganz normalen Alltag um ihre Händler und Werkstätten kümmern, ist weniger überrascht. Der Sieg ist also verdient.
Ähnliches gilt auch für jene Marken, die (wie so oft) weit vorne stehen: Mazda, Seat und Skoda seien als Vorbilder genannt, aber auch bei Honda und Suzuki läuft – den Lieferproblemen zum Trotz – offenbar vieles in die richtige Richtung. Dass Hyundai massiv aufgeholt hat, ist ebenfalls das Resultat einer konsequent engen Kooperation mit dem Netz. Auch Jaguar Land Rover hat in den vergangenen beiden Jahren unter neuer Leitung die Zeichen der Zeit erkannt und ist heuer „Aufsteiger des Jahres“.
Andererseits lassen sich im Ergebnis auch die Ängste der Händler ablesen: Nicht nur bei den Stellantis-Marken, wo vor dem beabsichtigten Wechsel in das Agentursystem in rund einem halben Jahr noch dichter Nebel über dem steht, was kommen soll. Aber auch andere Marken schneiden heuer schlechter ab als in den vergangenen Jahren.
Die Verantwortlichen in den Importeurszentralen täten gut daran, die Ergebnisse ernst zu nehmen. Sonst droht ein weiterer Absturz in der Gunst der Händler und Werkstätten. Und die sind, das sollte nicht vergessen werden, noch immer die wichtigsten Kunden!
Wenn denen das Engagement für eine Marke fehlt und auch die mittel- oder längerfristigen Perspektiven schlecht sind, läuft das Geschäft für alle schlecht. Und das will niemand, oder?
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