Eines vorweg: Wer auch immer die Idee hatte, einen Sponsor mit gelben Teppichen zwischen den Ständen der Autohändler zu betrauen: Danke dafür! Mit dieser kostengünstigen Variante ist es den Organisatoren bei der zweiten Auflage der „Vienna Drive“ gelungen, den wichtigsten Kritikpunkt vieler Besucher bei der Premiere im Vorjahr („Grau in Grau“, „zu dunkel“) zu entschärfen.

Bewährt hat sich auch heuer wieder die Tatsache, die Autoschau gemeinsam mit der „Ferienmesse“ zu veranstalten: Vier Tage sind eine gute Zeit, um unterschiedlichste Interessenten in die Hallen zu bringen. Und schon am Donnerstag zeigte sich gleich nach Öffnung der Türen, dass die Menschen nach solchen Veranstaltungen verlangen. 

50 Aussteller zeigten 70 Pkw- und Zweiradmarken; rund 200 Auto- und 60 Zweirad-Modelle waren zu sehen. Erfreulich hoch war diesmal auch die Qualität der Besucher: Dass der eine oder andere vor allem an kostenlosen Kugelschreibern, Gummibärlis oder anderen Dingen interessiert ist, kommt überall vor. Doch die von uns befragten Händler lobten auch die Vorkenntnisse vieler Besucher, vor allem in Sachen Elektromobilität hat sich viel verbessert. Einige Kaufverträge wurden direkt auf der Messe abgeschlossen, Hunderte Probefahrten vereinbart.

Und so war es keine Überraschung, als am Montag nach Zählung aller Tickets die endgültigen Zahlen bekannt gegeben wurden: Das Ergebnis aus dem Vorjahr (71.000 Besucher) wurde mit 86.000 Personen deutlich überschritten.

Nächste Messe: 15. bis 18. Jänner 2027

Das Risiko der Obfrau des Wiener Fahrzeughandels, Stephanie Ernst, die Automesse mit ihren Kollegen auf eine neue Art wiederzubeleben, hat sich also gelohnt. Klar, dass die Händlerin zufrieden war: „Wir waren sehr optimistisch nach der gelungenen Premiere und dem deutlich gestiegenen Interesse im Vorfeld der Messe. Die Ergebnisse haben unsere Erwartungen aber bei Weitem übertroffen.“

Der Termin für das nächste Jahr steht auch schon fest: Die „Vienna Drive“ findet vom 15. bis 18. Jänner 2027 (wieder in der bewährten Kombination) statt.