Unser monatliches Fokus-Thema kommt in dieser Ausgabe mit vergleichsweise wenig Text aus. Es ist vielmehr eine mehrseitige Tabelle, die es in dieser umfangreichen Form für Österreich wahrscheinlich selten bis noch nie gegeben hat. Herzlichen Dank dafür an Chefredakteur Heinz Müller, der seinen guten Draht zu den Pressesprechern der österreichischen Importeure genutzt hat, um diese Informationen zu sammeln und für Sie aufzubereiten. Vielen Dank auch an die Importeure (mit Ausnahme von Mercedes-Benz und Tesla), die uns diese Fragen so rasch und umfassend beantwortet haben. Für Sie, liebe Leser, ist das ausgesprochen relevant, weil Sie sowohl als Markenbetrieb (in der Argumentation beim Verkauf sowie beim Eintausch oder der Reparatur von Fremdmarken) und sowieso als freier Händler bzw. freie Werkstätte über die Garantiesituation Bescheid wissen sollten.
Der Anlass, diese Übersicht zu gestalten, war übrigens Seat, die ebenso überraschend wie konsequent ihre Garantie auf 10 Jahre bzw. 200.000 Kilometer erweitert und damit alle asiatischen Hersteller sehr deutlich überholt hat. In Zeiten der wirtschaftlichen und globalen Unsicherheit bietet die Garantie eine entsprechende Sicherheit.
Das betrifft nicht nur den Neuwagen (wie im Fokus-Thema), sondern auch den Gebrauchtwagen, wie Sie in unserem GW & Wirtschaft in dieser Ausgabe lesen werden.
Die Neuwagen-Garantie ist – mehr denn je – ein entscheidender Faktor im harten Wettbewerb zwischen Marken- und markenungebundener Werkstätte. Die Erhaltung der Garantie ist für viele Konsumenten ein Grund, weiterhin in die Werkstätte des Autohauses zu fahren. Aufgrund höherer Serviceintervalle und wachsender Elektromobilität kommen die Markenbetriebe unter Druck und versuchen, den Kunden länger in ihren Werkstätten zu halten. Gleichzeitig wechseln Kunden aufgrund des wirtschaftlichen Drucks früher in einen freien Betrieb.
Dabei werden die Fahrzeuge immer älter und durch die Komplexität müssen auch alte Fahrzeuge – statt zum Pfuscher oder zum Nachbarn – in die Fachwerkstätte fahren. Das Potenzial ist also für alle vorhanden, die kompetent sind und gute Arbeit leisten.
Unabhängig von der Art der Werkstätte, die Sie betreiben, dürfen wir Ihnen das A&W WERKSTATT-FORUM ans Herz legen. Egal ob freie Werkstätte oder Markenbetrieb, ob Reifenspezialist oder Lackier- und Karosseriebetrieb: Beim WERKSTATT-FORUM am 25. Februar in der Stage 3 ist für jeden etwas dabei. Prozessoptimierung und Ertrags-Konzepte, ADAS und Fahrzeuganalyse, Elektromobilität und Reifenpotenzial, Karosserie-Reparatur und Kundenverhalten: Viele Themen sind für jeden Kfz-Unternehmer relevant, manche sind spezifisch. Allen Besuchern werden zudem eine interessante Ausstellung und die wichtige Möglichkeit zum Austausch geboten. Ich hoffe, wir sehen uns dort.
