Ein Rückblick auf 2025 sowie ein Ausblick auf 2026 wurde beim variablen Teil der 26. Welle (nach Q4/2025) des Händler-Trend Barometers Österreich, der von puls Marktforschung in Kooperation mit Santander Consumer Bank sowie AUTO & Wirtschaft quartalsweise durchgeführt wird, abgefragt. Für 2025 zeigt sich, dass die Händler in Sachen Neuwagen-Verkauf, aber auch beim Gebraucht-wagen-Verkauf und bei der Kundenfrequenz Steigerungen erkannten. 70 Prozent der Befragten sahen eine deutliche bzw. eine leichte Steigerung in Sachen NW-Stückzahl. 46 Prozent bzw. 43 Prozent sehen eine Steigerung bei den Stückzahlen bzw. beim Gesamtertrag im GW-Bereich. Nicht so positiv sehen die befragten Händler die Entwicklung in Sachen Service und Werkstätte. Hier ist vor allem die Auslastung für 44 Prozent gleich geblieben wie 2024. 11 Prozent sehen einen leichten oder deutlichen Rückgang. Positives gibt es aber auch hier zu berichten, denn in Sachen Gesamtertrag im Bereich Service/Werkstätte sehen zwar 17 Prozent einen leichten, aber niemand einen deutlichen Rückgang.

Gebrauchte E-Fahrzeuge als größtes Problem

Ein klares Bild zeigt sich in Sachen gebrauchte E-Autos. Hier geben 27 Prozent der Befragten an, dass gebrauchte E-Autos das größte Problem im eigenen Betrieb sind. Das ist unter allen Punkten jener mit dem größten Anteil. 25 Prozent geben es als zweitgrößtes und 25 Prozent als drittgrößtes Problem an. Im Vergleich zu 2024 zeigt sich jedoch, dass 4 Prozent der Befragten das E-Auto-Problem weniger dramatisch finden, daher gibt es hier im Jahresvergleich einen kleinen Rückgang. Aber auch die Themen Fachkräftemangel (19 Prozent geben dieses Thema als größtes Problem an), Verunsicherung beim Konsumenten (16 Prozent) und die Margen-Situation (12 Prozent) liegen den Händlern schwer im Magen. Gerade Letzteres hat sich zu 2024 aber deutlich verbessert. Gaben 2024 noch 70 Prozent der Befragten an, dass die Verunsicherung beim Kunden ihr größtes Problem ist, sind es 2025 nur noch 41 Prozent. Dafür sehen 2 Prozent das Thema Fachkräftemangel negativer. Einen weiteren drastischen Rückgang gab es beim Thema Finanzierung, Zinsen bzw. Liquidität. Während 2024 noch 21 Prozent das als größtes Problem identifizierten, sind es 2025 nur noch 7 Prozent.

Ausblick 2026

Für den Ausblick auf das kommende Jahr sehen 37 Prozent die Fachkräftesituation negativ. Mehr als ein Drittel denkt, dass die Lage sich 2026 noch verschlechtern wird im Vergleich zu den Vorjahren. Auch bei der Ertragssituation gehen 29 Prozent davon aus, dass die Lage schlechter wird, im Vergleich dazu zeigen sich die Befragten deutlich pessimistischer. Bei den Fachkräften waren 2024 25 Prozent negativ gestimmt. Bei der Ertragssituation waren es 26 Prozent. Eine positive Entwicklung sehen die Befragten in Sachen Modellpolitik der OEMs.

Eine Branche im Aufwind

Der Fahrzeughandel, egal ob Neu- oder Gebrauchtwagen-Verkauf, war in den vergangenen Jahren einer hohen Dynamik ausgesetzt, die Betriebe waren stark unter Druck. Die Herausforderungen sind zwar nach wie vor groß, aber wir sehen mittlerweile eine Entspannung. Das betrifft einerseits die Stückzahlen, das betrifft aber auch die Stimmung bei Kunden und bei den Unternehmen.

So sind nicht nur die Verkäufe und die Erträge bei Neu- und Gebrauchtwagen gestiegen, auch die Kundenfrequenz hat wieder zugenommen. Die größten Veränderungen, die wir in der aktuellen Befragung beim Händler--Trend Barometer Österreich im Vergleich zur Befragung vor einem Jahre sehen, betrifft die Verunsicherung der Konsumenten. Während Ende 2024 noch 70 Prozent der befragten Händler der Meinung waren, dass es sich dabei um ein (großes) Problem handelt, denken das Ende 2025 nur noch 41 Prozent. 

Damit ist das Thema freilich nicht vom Tisch, aber es ist deutlich geringer. Und gute Stimmung, sowohl beim Kunden wie auch beim Verkäufer und beim Unternehmer ist die Basis für den gemeinsamen Erfolg.