Die Neuwagen-Verkäufe sind noch immer auf niedrigem Niveau, das klassische Werkstätten-Geschäft kompensiert einiges, aber was ist für den Kunden darüber hinaus relevant. Das wurde bei der 24. Welle des Händler-Trend-Barometer Österreich abgefragt, das quartalsweise von puls Marktforschung in Kooperation mit Santander Consumer Bank sowie AUTO & Wirtschaft quartalsweise durchgeführt wird.
Schadenabwicklung, §57a und Reifen
Auf die Frage „Wie groß ist die Nachfrage Ihrer Kunden nach den folgenden Dienstleistungen, Angeboten und Services?“ wurden Schadensabwicklung (91%), §57a-Begutachtung (89%) sowie Einschulung bei der Übergabe bzw. spätere Detailfragen (89%) von den befragten Markenbetrieben als hoch bzw. sehr hoch nachgefragt eingeschätzt. Ebenfalls (sehr) hohe Nachfrage erleben die Händler mit 85% beim Thema Reifen (Verkauf/Lagerung/Montage).
Niedrige Nachfrage nach E-Mobilitäts-Zusatzangeboten
Eine generell niedrige Nachfrage orten die beim Händler-Trend Barometer Österreich befragten Marken-Kfz-Betriebe bei Zusatzangeboten im Bereich der Elektromobilität. Ladekarten-Lösungen bzw. -Empfehlung sehen 48% als niedrig bis sehr niedrig nachgefragt, bei Ladeinfrastruktur sind es 50%, bei E-Auto-Ladekabel bzw. Wallboxen registrieren 53% (sehr) niedriges Interesse und beim E-Auto Akku-Check (State of Health) sind es – für den aktuellen Moment – 68%.
Online-Termin-Planung und E-Auto Akku-Check gewinnen am stärksten an Nachfrage
Für die Zukunft sehen die befragten Kfz-Unternehmer sehen aber eine Verstärkung der Nachfrage nach Online-Dienstleistungen sowie nach E-Mobilitäts-Services. Dabei wurden die oben erwähnten Punkte mit der Frage „Welche dieser Dienstleistungen, Angebote und Services werden Ihrer Einschätzung nach in den nächsten Jahren eher zunehmen, welche werden eher zurückgehen?“ erneut abgefragt. Dabei sind 72% der Händler der Meinung, dass Online-Termin-Planung zunehmen werde, bei E-Mail-Angeboten vermuten das 51% der Befragten, bei der Online-Befragung 44%.
State of Health
Im Bereich der E-Mobilität sind 74% der interviewten Händler der Meinung, dass der E-Auto Akku-Check (State of Health) als Dienstleistung zunehmen wird, 58% sehen Wachstum bei der Ladeinfrastruktur als Service, 57% bei Ladekarten-Lösungen bzw. -Empfehlungen und 47% vermuten, dass die Nachfrage bei E-Auto-Ladekabel bzw. Wallboxen steigen wird.
Im Bereich der traditionellen Service- und Zubehörangebote ist der größere Teil der Unternehmer der Meinung, dass diese eher unverändert bleiben.
Die Ergebnisse des Händler-Trend-Barometer Österreich können A&W-Pro-Abonnenten unter www.autoundwirtschaft.at/downloads herunterladen!
