Trotz politischem Beschluss zur neuen E-Auto-Förderung in Deutschland kommt im Autohandel bislang keine Bewegung an. „Wir haben nichts Wirkliches gespürt“, sagte Burkhard Weller, Präsident Verband der Automobilhändler Deutschlands, bei der ersten Mitgliederversammlung des Verbands nach Erfurt.
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Während der VAD intern eine positive Startbilanz mit wachsender Mitgliederzahl und Sichtbarkeit zieht, blickt die Branche kritisch auf die aktuelle Förderpraxis. Besonders die Umsetzung der Maßnahmen sorgt für Unmut. Dass das Antragsportal des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle voraussichtlich erst im Mai freigeschaltet wird, bezeichnete VAD-Vizepräsident Helmut Peter als „Dilettantismus pur“.
Vorfinanzierung als Problem
Die mehrmonatige Vorfinanzierung von 5.000 bis 6.000 Euro sei für viele Käufer nicht leistbar. Hinzu kommt, dass zentrale Details der Förderrichtlinien weiterhin ungeklärt sind, was rechtliche Risiken für den Handel schafft. Der VAD rät daher davon ab, die Prämie vertraglich zu garantieren.
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Zudem warnt der Verband vor erheblichen Restwertverlusten: Junge Elektrofahrzeuge und Tageszulassungen könnten durch die neue Förderung kurzfristig 3.000 bis 6.000 Euro an Wert verlieren. Solange die Bestände nicht abfließen, sehen viele Betriebe von Zukäufen ab. Der VAD fordert daher verlässliche, praktikable Rahmenbedingungen, um den Handel nicht weiter zu belasten.
